Die SMART-Methode ist ein Klassiker. Jeder kennt sie, viele nutzen sie und trotzdem scheitert es erstaunlich oft an einem ganz zentralen Punkt: der Problemdefinition.
Was ich in der Praxis immer wieder sehe:
Sobald es darum geht, ein Problem zu formulieren, wird es plötzlich âakademischâ. SĂ€tze werden kompliziert, Wörter gewĂ€hlt, die sonst im Alltag niemand nutzt, und dann wird so lange daran gefeilt, bis es sich ârichtig gutâ anhört. Das Problem dabei: Es versteht niemand mehr. Weder das Team noch der Sponsor und genau das ist der eigentliche Zweck der Ăbung.
Genau hier kommt mein Tipp ins Spiel:
Nutze bei der Problemdefinition bewusst nur SMA und lass R und T erstmal weg.
Warum?
S wie Spezifisch
Formuliere klar, worum es wirklich geht. Kein Blabla, keine Umwege. Wenn jemand den Satz liest, muss sofort klar sein: Das ist das Problem und nichts anderes.
M wie Messbar
Gib deinem Problem eine Zahl oder einen konkreten Wert. Das macht es greifbar und vor allem vergleichbar. Du schaffst damit automatisch eine âVorher-Nachherâ-Logik, die spĂ€ter extrem wertvoll wird. Ohne Messbarkeit bleibt alles ein GefĂŒhl.
A wie Akzeptiert (oder auch: verstÀndlich)
Schreib so, wie du auch sprechen wĂŒrdest. In der Sprache, die im Unternehmen wirklich genutzt wird. Wenn dein Team beim Lesen stolpert oder nachfragen muss, ist die Definition nicht akzeptiert, egal wie âklugâ sie formuliert ist.
Und warum nicht direkt RT?
Ganz einfach: Relevanz und Terminierung sind wichtig, aber nicht im ersten Schritt. Wenn das Problem selbst nicht klar ist, bringen dir auch die beste Deadline und die höchste PrioritÀt nichts. Erst Klarheit, dann Steuerung.
Der Effekt von SMA:
Deine Problemdefinition wird klarer, verstĂ€ndlicher und anschlussfĂ€higer. Diskussionen werden kĂŒrzer, Abstimmungen effizienter und alle arbeiten am gleichen VerstĂ€ndnis.
Kleiner Praxis-Check fĂŒr dich:
Wenn du deine Problemdefinition in einem Satz laut vorliest â versteht sie jeder sofort? Wenn nicht, geh nochmal ĂŒber SMA.
Denn am Ende gilt:
Weniger beeindrucken wollen. Mehr verstanden werden.
#Problem-Definition #coreTakeAway #coreshift
Wer SMART sauber anwenden will und vor allem den Unterschied zwischen Problemdefinition und Zielformulierung im echten Projektalltag verankern möchte, dem helfen unsere Trainings Treibkraft und KernFrage weiter. Dort arbeiten wir genau an diesem Punkt: Klarheit schaffen, bevor es in die Lösung geht. Nicht als Theorie, sondern an echten Situationen aus dem eigenen Unternehmen.